Zwischen Himmel und Erde

Goldene Fäden
spiralen vom Himmel zu mir
sie kitzeln mich an den Wangen
und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht

Ein weicher Flügelschlag berührt mich
wie Watte, die touchiert
so leicht, so weich, so herzlich
lässt hüpfen mein Herz.

Ein Engel fliegt an mir vorbei
ich kann ihn sogar sehn
er lächelt mir zu
hebt meine Seele empor zu ihm

Die Liebe liegt in der Luft
man muss nur genau fühlen
Sie wird von oben gesandt
und lässt das Herze beben

Denn da alleine für sind wir da
uns dafür zu entscheiden
und alles Schlechte gar
weit von uns zu weisen.

Gold legt sich in die Luft
Liebe weitet das Herz
weiße Fäden durchleuchten das Licht
Engelsstaub sinkt hernieder


Abgeschlossene Gedankenwelt

Rundherum Mauern
es sprudelt die eigene Quelle
ein Inzest der Gedanken nur
sie befruchten sich gegenseitig

Verloren in den eigenen Gehirnwindungen
ohne jede Vermischung mit dem Außen
wollen die Gedanken in die Welt formuliert werden -
Zielfahndung nach zu  ergötzenden Hörern

Plötzlich sprudeln sie als Worte heraus
Worte in großer Menge
zur Erhellung die vermeintlich leeren Köpfe 
der Umwelt zu füllen

Worte wie eine Lawine
voll erstickenden Schnees
schwemmen sie den Zuhörer zu
seine eigene Denkexistenz verleugnend

Selbstbefruchtender Gedankeninzest
führt fort zu der irrigen Annahme
dass im Außen großer Bedarf an
weiteren Wortergüssen bestünde