Rundherum Mauern
es sprudelt die eigene Quelle
ein Inzest der Gedanken nur
sie befruchten sich gegenseitig
Verloren in den eigenen Gehirnwindungen
ohne jede Vermischung mit dem Außen
wollen die Gedanken in die Welt formuliert werden -
Zielfahndung nach zu ergötzenden Hörern
Plötzlich sprudeln sie als Worte heraus
Worte in großer Menge
zur Erhellung die vermeintlich leeren Köpfe
der Umwelt zu füllen
Worte wie eine Lawine
voll erstickenden Schnees
schwemmen sie den Zuhörer zu
seine eigene Denkexistenz verleugnend
Selbstbefruchtender Gedankeninzest
führt fort zu der irrigen Annahme
dass im Außen großer Bedarf an
weiteren Wortergüssen bestünde
Zurückhaltung
Aus dem Dunkel ins Licht, alles muss raus - quasi wie Ausverkauf
von unten nach oben und dann raus
sollte sich noch etwas anstauen, gibt es eine Blockade.
Bewegung ist Veränderung ist Leben.
Es war einmal ein Ei, das hatte soviel Angst, zu zerbrechen, dass es sich kaum bewegte und ganz vorsichtig ging. Seine Schale war braun und fleckig.
Eines Tages traf es ein wunderschönes weißes Ei. Das hatte eine polierte, glänzende Schale, in der sich die Sonne spiegelte. Und weil das weiße Ei sich viel bewegte und auch schon mal hier und da anstieß, hatte sich die Schale verdickt und war robust geworden. Das weiße Ei liebte es, hin und her zu rollen und sich des Lebens zu freuen.
Das weiße Ei war auch sehr nett, und so verliebte sich das braune, fleckige Ei in das wunderschöne weiße Ei. Das braune Ei war sich nicht sicher, ob es nicht zu hässlich für das weiße Ei war und ob seine scheckige Schale überhaupt gefallen konnte. So war es schrecklich unsicher.
Aber das weiße Ei freute sich sehr über die Bekanntschaft mit dem braunen Ei und rollte voll Freude immer um das braune Ei herum, das sich nicht bewegte, um nicht zu zerbrechen. Wenn es mit dem wildrollenden weißen Ei etwas unternahm, hatte es gar keinen Spaß an den Unternehmungen, sondern war immer nur von der Angst beseelt, kaputt zu gehen. Vielleicht käme es womöglich dazu, dass das weiße Ei es einfach anstubste oder ähnlich schreckliche Dinge.
So kam es, wie es kommen musste: das weiße Ei rollte voll Freude um das braune Ei herum, weil es dieses so gern mochte. Auch fand es die braune Schale schick. Aber da das braune Ei gar nichts tat, sich nicht bewegte, um nicht zu zerbrechen und sich schämte, weil es braun war, fing das weiße Ei nach einiger Zeit an, sich zu langweilen. Dem weißen Ei schien es so, als würde das braune Ei sich gar nicht so sehr für das weiße Ei interessieren und es auch nicht sonderlich mögen. Die Hoffnungen auf einen gemeinsamen, schönen Sommer gingen irgendwie zur Neige.
Es fing an, nicht mehr nur um das braune Ei herum zu rollen, sondern rollte auch mal längere Strecken hier hin und dann auch wieder dort hin. Das braune Ei stand stocksteif da und sah dem ganzen Gerolle zu. Es sah mal in den Himmel hinauf, und dann auch mal wieder auf den Boden, um nicht immer auf das weiße Ei zu starren.
Eines Tages rollte das weiße Ei einfach immer weiter, Hügel rauf und wieder runter und ward nicht mehr gesehen. Später konnte man hören, dass es in weiter Ferne auf andere rollende, weiße und braune Eier getroffen war und mit ihnen glücklich war.
Das braune Ei hingegen wurde so allein nun sehr, sehr traurig. Es weinte immerzu und konnte sich gar nicht mehr beruhigen.
Irgendwann fing es an zu schreien: "Ich liiiiiebe dich! Komm zurück!"
Und es schrie so laut, dass es zerbrach.
von unten nach oben und dann raus
sollte sich noch etwas anstauen, gibt es eine Blockade.
Bewegung ist Veränderung ist Leben.
Es war einmal ein Ei, das hatte soviel Angst, zu zerbrechen, dass es sich kaum bewegte und ganz vorsichtig ging. Seine Schale war braun und fleckig.
Eines Tages traf es ein wunderschönes weißes Ei. Das hatte eine polierte, glänzende Schale, in der sich die Sonne spiegelte. Und weil das weiße Ei sich viel bewegte und auch schon mal hier und da anstieß, hatte sich die Schale verdickt und war robust geworden. Das weiße Ei liebte es, hin und her zu rollen und sich des Lebens zu freuen.
Das weiße Ei war auch sehr nett, und so verliebte sich das braune, fleckige Ei in das wunderschöne weiße Ei. Das braune Ei war sich nicht sicher, ob es nicht zu hässlich für das weiße Ei war und ob seine scheckige Schale überhaupt gefallen konnte. So war es schrecklich unsicher.
Aber das weiße Ei freute sich sehr über die Bekanntschaft mit dem braunen Ei und rollte voll Freude immer um das braune Ei herum, das sich nicht bewegte, um nicht zu zerbrechen. Wenn es mit dem wildrollenden weißen Ei etwas unternahm, hatte es gar keinen Spaß an den Unternehmungen, sondern war immer nur von der Angst beseelt, kaputt zu gehen. Vielleicht käme es womöglich dazu, dass das weiße Ei es einfach anstubste oder ähnlich schreckliche Dinge.
So kam es, wie es kommen musste: das weiße Ei rollte voll Freude um das braune Ei herum, weil es dieses so gern mochte. Auch fand es die braune Schale schick. Aber da das braune Ei gar nichts tat, sich nicht bewegte, um nicht zu zerbrechen und sich schämte, weil es braun war, fing das weiße Ei nach einiger Zeit an, sich zu langweilen. Dem weißen Ei schien es so, als würde das braune Ei sich gar nicht so sehr für das weiße Ei interessieren und es auch nicht sonderlich mögen. Die Hoffnungen auf einen gemeinsamen, schönen Sommer gingen irgendwie zur Neige.
Es fing an, nicht mehr nur um das braune Ei herum zu rollen, sondern rollte auch mal längere Strecken hier hin und dann auch wieder dort hin. Das braune Ei stand stocksteif da und sah dem ganzen Gerolle zu. Es sah mal in den Himmel hinauf, und dann auch mal wieder auf den Boden, um nicht immer auf das weiße Ei zu starren.
Eines Tages rollte das weiße Ei einfach immer weiter, Hügel rauf und wieder runter und ward nicht mehr gesehen. Später konnte man hören, dass es in weiter Ferne auf andere rollende, weiße und braune Eier getroffen war und mit ihnen glücklich war.
Das braune Ei hingegen wurde so allein nun sehr, sehr traurig. Es weinte immerzu und konnte sich gar nicht mehr beruhigen.
Irgendwann fing es an zu schreien: "Ich liiiiiebe dich! Komm zurück!"
Und es schrie so laut, dass es zerbrach.
Gutes und Böses
Das Gute wollend
strebend, trachtend,
vom Bösen weg
taucht selbiges doch immer wieder
genau dort auf, wo man es gern entfernt
In Gedanken wohlwollend
argwohnende Gefühle
kommen direkt hinter dran
der Mensch glatt ausgeliefert
dem feigen, inneren Garst
Nur Gutes denkend und gut handelnd
so stellt man sich
sich gerne vor
dennoch - als käm das Gute
ohne das Böse, gar nicht vor
strebend, trachtend,
vom Bösen weg
taucht selbiges doch immer wieder
genau dort auf, wo man es gern entfernt
In Gedanken wohlwollend
argwohnende Gefühle
kommen direkt hinter dran
der Mensch glatt ausgeliefert
dem feigen, inneren Garst
Nur Gutes denkend und gut handelnd
so stellt man sich
sich gerne vor
dennoch - als käm das Gute
ohne das Böse, gar nicht vor
Selbes Boot
Im selben Boot
sie sitzt mit dem Irren im selben Boot
kein Ruder da
Ufer nicht in Sicht
Sie muss sich einlassen auf seine Spielregeln
sonst kippt sie über Bord
Er macht die Regeln,
denn er hat das Boot losgemacht
Sie hatte es nicht geahnt
Nur - er hat auch kein Ruder
Sie sind beide auf hoher See
und wissen nicht, wohin die Reise geht
Manchmal kann man vorher gar nicht wissen
mit wem man in einem Boot landet
und wer es dann auch noch losmacht
unvernünftigerweise
denn man hätte auch am Ufer bleiben können
Aber es gibt Menschen
denen ist es lieber, sie treiben auf dem offenen Meer
als dass sie im sicheren Hafen liegen
Denn auf dem offenen Meer ist ständig Gefahr
und sie lieben die Gefahr
dann spüren sie sich selber nicht
Und das ist gut so - das genau lieben sie.
Wenn er also links das Boot schaukelt
muss sie rechts schaukeln
und so das Gleichgewicht halten.
Es ist ihre Aufgabe
Sie muss es lernen
Sie hält durch
Vielleicht macht er einen Fehler
und fällt über Bord
Das wäre was!
sie sitzt mit dem Irren im selben Boot
kein Ruder da
Ufer nicht in Sicht
Sie muss sich einlassen auf seine Spielregeln
sonst kippt sie über Bord
Er macht die Regeln,
denn er hat das Boot losgemacht
Sie hatte es nicht geahnt
Nur - er hat auch kein Ruder
Sie sind beide auf hoher See
und wissen nicht, wohin die Reise geht
Manchmal kann man vorher gar nicht wissen
mit wem man in einem Boot landet
und wer es dann auch noch losmacht
unvernünftigerweise
denn man hätte auch am Ufer bleiben können
Aber es gibt Menschen
denen ist es lieber, sie treiben auf dem offenen Meer
als dass sie im sicheren Hafen liegen
Denn auf dem offenen Meer ist ständig Gefahr
und sie lieben die Gefahr
dann spüren sie sich selber nicht
Und das ist gut so - das genau lieben sie.
Wenn er also links das Boot schaukelt
muss sie rechts schaukeln
und so das Gleichgewicht halten.
Es ist ihre Aufgabe
Sie muss es lernen
Sie hält durch
Vielleicht macht er einen Fehler
und fällt über Bord
Das wäre was!
Narzißmus
Er hätte so gern die Macht, die Kontrolle.
Er plagt sich und ackert für zehn.
Innere Leere, im Außen das Volle
Seine eigenen Schmerzen, die kann er nicht sehn
So quält und plagt er stattdessen die Welt
die permanent an seinen Schwächen kratzt
weil sie besser weiß, was zählt,
das, was er so überhaupt nicht hat
Ohne Wert oder ganz nützlich
wird die Menschheit sich gedacht
für die Mitwelt nicht ergötzlich
wird zerstört, was liebevoll gemacht
Ein Kampf ohne Ende und ohne Ziel
im Herzen zutiefst beziehungslos
so bar des Lebens mit Gefühl
getrieben in ein kaltes Nirgendwo
Er plagt sich und ackert für zehn.
Innere Leere, im Außen das Volle
Seine eigenen Schmerzen, die kann er nicht sehn
So quält und plagt er stattdessen die Welt
die permanent an seinen Schwächen kratzt
weil sie besser weiß, was zählt,
das, was er so überhaupt nicht hat
Ohne Wert oder ganz nützlich
wird die Menschheit sich gedacht
für die Mitwelt nicht ergötzlich
wird zerstört, was liebevoll gemacht
Ein Kampf ohne Ende und ohne Ziel
im Herzen zutiefst beziehungslos
so bar des Lebens mit Gefühl
getrieben in ein kaltes Nirgendwo
Nacht
Die Nacht ist hier
Wann wird es wieder hell?
Der Blick auf den klaren Fluss
Fehlt mir.
Vertrauen in die Dämmerung
Sie wird kommen
Leben ist Veränderung
Nichts bleibt.
Auch die Nacht muss gehen.
Wann wird es wieder hell?
Der Blick auf den klaren Fluss
Fehlt mir.
Vertrauen in die Dämmerung
Sie wird kommen
Leben ist Veränderung
Nichts bleibt.
Auch die Nacht muss gehen.
Erschaffen
Der Wunsch, etwas zu erschaffen, ist sehr groß.
Aber es sollte etwas besonderes sein - etwas jenseits der Gedanken, die sagen, was man erschaffen sollte. Hier ist kein Abbild des Denkens gemeint.
Sondern etwas, das sich quasi selbst durch einen hindurch erschafft,
sich selbst aus dem Schaffensfluss ergibt.
Etwas, das aus dem Nichts entsteht - nichts war vorher da - nicht mal der Gedanke.
Es formt sich von allein.
Aber es sollte etwas besonderes sein - etwas jenseits der Gedanken, die sagen, was man erschaffen sollte. Hier ist kein Abbild des Denkens gemeint.
Sondern etwas, das sich quasi selbst durch einen hindurch erschafft,
sich selbst aus dem Schaffensfluss ergibt.
Etwas, das aus dem Nichts entsteht - nichts war vorher da - nicht mal der Gedanke.
Es formt sich von allein.
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